Sehenswürdigkeiten

 

Es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass London weltweit eine der lohnenswertesten Städte für einen Urlaub ist. Der Ruf Londons hat sich dabei aus vielem ergeben. Die kulturelle und politische Geschichte der Stadt und des Landes haben einmalige Hinterlassenschaften hervorgebracht, die heute das Stadtbild und die Mentalität Londons prägen. Das sind zum Beispiel großartige Bauwerke oder die Bedeutung einzelner Orte in der Stadt im geschichtlichen Zusammenhang. Aber London wäre nicht London, wenn sich die Stadt nicht auch weiter entwickeln würde. So gibt es in London auch moderne Bauwerke und Orte, die auch einmal geschichtlich betrachtet das Zeug zur Legende haben.

 

Eine Stadt lebt natürlich nicht nur von ihrem Erscheinungsbild und ihrer geschichtlichen Prägung, sondern auch vom zeitgenössischen kulturellen Treiben. London ist der Austragungsort für viele verschiedene große Events und mehrtägige Veranstaltungen, ob Musik, Theater, Mode oder Kultur, die viele Besucher aus nah und fern in den Bann der Stadt ziehen.

 

Obwohl London schon Sehenswürdigkeiten und Programm für ein paar Wochen bietet, sollte man die umliegenden Regionen nicht vernachlässigen und sich die Zeit nehmen, einmal aus London heraus zu kommen. Viele berühmte und geschichtsträchtige Orte, wie Oxford und Cambridge, oder Städte wie Brighton die sich auf die Freizeitindustrie spezialisiert haben, liegen oft etwa eine Stunde außerhalb Londons. Zusätzlich gibt es auch andere einmalige Sehenswürdigkeiten in der Region, so zum Beispiel das sagenumwobene Stonehenge.

 

London hat einfach unheimlich viel zu bieten, egal was die Vorlieben des Einzelnen sind. In dieser Kategorie haben wir einmal die bedeutendsten dieser Sehenswürdigkeiten in und um London zusammengefasst.

 

 

Sehenswürdigkeiten in London

 

Eine London Reise bietet viele Sehenswürdigkeiten, von denen über 200 kostenlos sind. Diese Chance sollten Sie nutzen und anstatt Ihren Urlaub in Deutschland zu verbringen bein einem Reiseanbieter eine kurze Städtereise England nach London machen- erst recht, wenn man sogar ans Auswandern nach Großbritannien denkt. Vier gehören sogar zum Weltkulturerbe: die Houses of Parliament, der Tower of London, das Maritime Greenwich und der königliche botanische Garten von Kew.

 

Veranstaltertipp: Sprachreisen

Kolumbus Sprachreisen bietet Sprachreisen nach England in verschiedenen Städten in England für Erwachsene und Schüler an.

Big Ben & Houses of Parliament

Das erste, was jeder vor Augen hat, wenn er an Städtereisen London denkt, ist sicherlich Big Ben. Die wenigsten Menschen wissen allerdings, dass nicht der Turm Big Ben heißt, sondern die größte der fünf Glocken darin, benannt nach Sir Benjamin Hall, dem Erbauer des Glockenturms. Die Originalglocke wurde durch eine Fehlkonstruktion bei der Generalprobe beschädigt und musste durch die noch heute vorhandene Glocke ersetzt werden. Der Glockenton ist weltbekannt, die BBC überträgt ihn live für die 18:00 Nachrichten. In den Houses of Parliament neben dem Big Ben tagt das britische Parlament, das sich aus dem House of Lords und dem House of Commons zusammensetzt. Die Westminster Hall ist der älteste Teil des Gebäudes, er stammt noch aus dem Jahr 1097. Der Westminster-Palast - so werden die Houses of Parliament auch genannt - ist im Grunde eine kleine Stadt. Zusätzlich zu den 1100 Räumen gibt es Pubs, Sporthallen, Einkaufsmöglichkeiten, Bibliotheken und Speisezimmer. In der näheren Umgebung gibt es zahlreiche Sprachschulen, die Summer School UK und Englischkurse anbieten, um Sprachinteressierten Besuchern die Sehenswürdigkeiten Londons in diesem Rahmen näher bringen.

 

Tower of London

Am Nordufer der Brücke befindet sich eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in London: der Tower of London. Er besteht aus mehreren Gebäuden, die im Laufe der Zeit unterschiedlich genutzt wurden: als Waffenkammer, Gefängnis, königlicher Palast, Ort der Münzprägung und als Festung. Heute kann man hier die Kronjuwelen und die alte Stadtmauer von Londinium aus der Zeit der römischen Besatzung bestaunen. Nachdem die Juwelen im Laufe der Zeit schon zweimal gestohlen wurden, befinden sie sich jetzt in einem Hochsicherheitsraum mit bewaffneten Wachen, um einen erneuten Diebstahl zu verhindern. Berühmte Insassen des Gefängnistraktes waren unter anderem Eduard V., Anne Boleyn (die zweite Frau von Heinrich VIII.), Elisabeth I., und als letzter Insasse Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess. Außerdem gab es eine Menagerie, in der hauptsächlich Wildtiere wie Raubkatzen und Bären gehalten wurden, die den Monarchen zum Geschenk gemacht wurden. Nachdem der Londoner Zoo eröffnet wurde, wurden ihm die Tiere übergeben. Mittlerweile gibt es nur noch sechs Raben, die im Tower leben. Es gibt eine Legende, dass der White Tower zerfallen und ein großes Unglück die Monarchie und das gesamte Königreich befallen würde, sollten die Raben jemals den Tower verlassen. Vorsichtsmaßnahmen werden bis heute getroffen: Den Raben werden die Flügel gestutzt, und einige Raben werden als Ersatz gehalten.

 

Tower Bridge

 

Während einer Städtereise nach London ist ein Besuch der Tower Bridge wohl eines von der ersten Zielen. Vom Ufer der Themse aus kann man die berühmte Brücke mit ihrer unverwechselbar markanten Gestalt entdecken. Die Brücke wurde 1894 erbaut und verdankt ihren Namen dem nahe gelegenen Tower of London. Zwar führt über die Klappbrücke eine stark befahrene Hauptverkehrsstraße, dennoch hat der Schiffsverkehr Vorrang, und die beiden Klappen werden gerade soweit geöffnet, dass das Schiff hindurch fahren kann. Oberhalb der Brücke gibt es eine Fußgängerpassage, die auch bei hochgezogenen Brückenklappen betreten werden kann. Mann kann von dort oben einen wunderbaren Ausblick genießen, sich in einer Ausstellung über die Geschichte der Brücke informieren und auch die Maschinenräume besichtigen, die schon um 1900 zwei Dampfmaschinen beinhalteten, mit deren Energie man die Brücke innerhalb von nur einer Minute öffnen konnte.

 

Aber es gibt nicht nur Touristen, es gibt auch Menschen, die arbeiten in England. Die finden sich in London im angrenzenden Stadtbezirk City of London, der zwar der kleinste, aber gleichzeitig wahrscheinlich auch der wichtigste Stadtteil der Metropole ist, da sich hier das wirtschaftliche Zentrum Englands befindet. Auch hier kann man mit dem 180 m hohen Wolkenkratzer 30 St Mary Axe, oder auch "The Gherkin" ("die Essiggurke"), eine beeindruckende Sehenswürdigkeit bestaunen.

 

Piccadilly Circus:

Der Piccadilly Circus ist eine Straßenkreuzung, die unter anderem die Piccadilly und die Regent Street verbindet. Er gilt als der meistphotographierte Ort der Welt. Seinen Namen verdankt er dem Schneider Robert Baker, der hier Ende des 16. Jahrhundert die picadils (steife Halskrausen) herstellte. Bekannt ist der Verkehrsknotenpunkt für seine riesigen Leuchtreklamen und den Erosbrunnen. Der Brunnen wurde in Gedenken an den 7. Earl of Shaftesbury erbaut, auf seiner Spitze thront der Engel der christlichen Nächstenliebe, wird aber oft als Eros bezeichnet, weshalb der Brunnen im Volksmund diesen Namen erhalten hat. Schon seit 1900 existieren hier Leuchtreklamen, seit 1975 war es verboten, an anderen Häusern Tafeln anzubringen, und nur am Eckhaus der Shaftesbury Avenue durfte geworben werden. So entstand das heute noch aktuelle Bild des Piccadilly Circus.

 

Trafalgar Square

Der Trafalgar Square verdankt seinen Namen der Schlacht am Kap Trafalgar, in der Admiral Lord Nelson mit der englischen Flotte die Franzosen und Spanier überaus siegreich schlug. Die Nelson Column steht in der Mitte des Platzes, die Säule ist bis zur Statue des Admirals 51 Meter hoch, was genau der Höhe von Kiel bis Mastspitze von Nelsons Flaggschiff, der HMS Victory, entspricht. Die Bronzereliefs am Fuß der Säule zeigen die vier großen Siege des Admirals und sind aus erbeuteten feindlichen Kanonen gegossen. Eingerahmt wird der Platz von der National Gallery und St-Martin-in-the-Fields, der einzigen Kirche der Welt, die ein Café in ihrer Krypta beherbergt.

 

Buckingham Palace

Der Buckingham Palace wurde 1703 als Stadthaus für den Herzog von Buckingham gebaut und 60 Jahre später von König George III gekauft. 1837 wurde der Palast fertig gestellt und diente ab sofort als Residenz der Monarchen. Königin Viktoria zog als erste Monarchin ein, ihr wurde Jahre später ein großes Denkmal auf den Vorplatz gebaut. Der Palast verfügt heute über 770 Zimmer und ein Hauspersonal von mehr als 450 Personen. Wenn die Monarchin anwesend ist, weht die königliche Standarte auf dem Dach. Besuchen darf man die Queen's Gallery, die die private Gemäldesammlung der Königin beherbergt, sowie die Royal Mews mit dem königlichen Fuhrpark. Im Sommer kann man zusätzlich die State Rooms besichtigen, hier werden sonst die Gäste der königlichen Familie empfangen. Lohnenswert und weltberühmt ist die Wachablösung der "Beefeaters" vor dem Palast. Im Sommer findet diese täglich statt, im Winter nur jeden zweiten Tag.

 

London Eye

Seit 2000 steht das drittgrößte Riesenrad der Welt, das London Eye, am Südufer der Themse. 32 vollkommen verglaste Kapseln, eine Höhe von 136 Metern und eine halbstündige Aussichtsfahrt bieten einen großartigen Panoramablick über Greater London. Spielt das Wetter mit, kann man bis zum Schloss Windsor blicken.

 

St. Paul's Cathedral

Auf der Stelle der heutige St. Paul's Cathedral wurde 604 die erste Bischofskirche Londons errichtet. Nachbauten brannten regelmäßig ab oder wurden von Eroberern zerstört. 1314 war die neu gebaute Kirche die höchste und längste ihrer Zeit, 1516 wurde die Kuppel durch einen Blitzschlag zerstört. Es wurde noch über Verbesserungen, Neubauten und Veränderungen diskutiert, als der große Brand von 1666 die Kirche dann komplett zerstörte. 1708 wurde die heutige Kirche nach den Entwürfen von Christopher Wren vollendet. In der jüngsten Vergangenheit was die St. Paul's Cathedral Schauplatz wichtiger Ereignisse: Lady Diana und Prinz Charles wurden hier getraut, und Königin Elisabeth feierte ihr goldenes Thronjubiläum in der Kathedrale. Eine interessante Besonderheit ist die "Whispering Gallery" im Inneren. Diese Galerie ist ein Rundgang auf halber Höhe der Kuppel. Durch die besondere Bauweise wird der Schall immer wieder in die Kuppelmitte zurück geworfen, sodass man ein geflüstertes Wort auf der gegenüberliegenden Seite ohne Probleme verstehen kann.

 

Westminster Abbey

Die Abtei Westminster Abbey gehört zur Kirche von England, ist aber keiner Diözese zugehörig, sondern eigenständig. Neben den Gräbern berühmter englischer Staatsmänner befindet sich im Mittelschiff auch das Grab des unbekannten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg. Hinter dem Krönungsstuhl lag von 1297 bis 1996 der "Stone of Scone", auf dem die schottischen Könige gekrönt wurden, bis Eduard I. als Kriegsbeute von den Schotten eroberte. Nach 700 Jahren wurde der Stein dann während einer feierlichen Zeremonie zurück nach Edinburgh gebracht.

 

The Monument

Auch dieses Denkmal ist dem Architekten Sir Christopher Wren zu verdanken und entstand zwischen 1671 und 1677 während des Wiederaufbaus nach dem großen Brand von 1666. Die Säule ist 61 Meter hoch, an ihrer Spitze befindet sich eine große Urne und eine Besucherplattform. Würde man die Säule von ihrem Standort aus hinlegen, würde ihre Spitze genau auf das Haus einer ehemaligen Bäckerei in der Pudding Lane zeigen, in der das Feuer des großen Brandes ausgebrochen war. Auf ihrem Sockel befinden sich Reliefs, die an die Katastrophe erinnern, bei der vier Fünftel der Stadt zerstört wurden. Um auf die Besucherplattform zu gelangen, muss man 311 Treppenstufen hinaufsteigen. Wer dies geschafft hat, erhält eine Urkunde mit seinem Namen und der Geschichte des Denkmals. Die Plattform wurde Mitte des 19. Jahrhunderts geschlossen und später mit einem Gitter umschlossen, da sich mehrere Menschen von dort in den Tod gestürzt hatten.

 

London Bridge

Am Ort der heutigen London Bridge befand sich die erste Brücke der Stadt, damals noch als Teil der römische Siedlung Londinium. 1176 entstand die erste aus Stein gefertigte Brücke, im 18. Jahrhundert befanden sich dort Ladengeschäfte und Wohnhäuser mit einer so hohen Einwohnerzahl, dass die Brücke als eigener Stadtbezirk mit Bezirksverwaltung galt. Das Zugbrückentor wurde als "Traitors Gate" bekannt, da hier die Köpfe und Körperteile von Verrätern präsentiert wurden. Der Verkehr auf der Brücke nahm dermaßen zu, dass die Anweisung gegeben wurde, Richtung Stadt auf der Westseite und Richtung Southwark die Ostseite zu fahren. Man vermutet, dass so der Linksverkehr in England eingeführt wurde.

1831 wurde die neue London Bridge fertig gestellt, durch den immer stärker werdenden Verkehr musste sie verbreitert werden. Dies führte allerdings zu einer unterschiedlichen Absenkung der Brückenseiten, da die Fundamente nicht mehr das Gewicht tragen konnten. Sie wurde daraufhin abgetragen, nach Arizona/USA verkauft und dort wieder komplett aufgebaut. Dies war allerdings ein Versehen, da der Käufer glaubte, die Tower Bridge gekauft zu haben. 1972 wurde die heutige Brücke vollendet und ein Jahr später von Königin Elisabeth eröffnet.

 

Marble Arch

Der Marble Arch ist ein aus Marmor gefertigter Torbogen, der am Ende der Oxford Street steht, ganz in der Nähe der Speakers Corner im Hyde Park. Ursprünglich sollte der Bogen vor dem Buckingham Palast stehen, war aber für die großen Kutschen zu eng, sodass er an seinen heutigen Ort versetzt wurde. Alle Entfernungsangaben nach London werden bis zum Marble Arch gemessen. Der Marble Arch zählt zu den besten Reisetipps Londons.

 

Büro der Touristeninformation:

Britain and London Visitor Centre

1 Lower Regent St. SW1

U-Bahn Haltestelle: Piccadilly Circus,

Ausgang 3, Richtung St. James Park

Tel: 0044 (0)8701 566 366

 

London Tourist Information Centre

Victoria Station, in der Nähe von Gleis 15

 

 

 

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