Geschichte

 

Antike und Mittelalter

London wurde das erste Mal 47 n. Chr. in den Geschichtsbüchern erwähnt, die Römer nutzten den Ort als Hafen und Militärlager. Nachdem das römische Reich Ende des 4. Jahrhunderts langsam auseinander fiel, folgten die so bezeichneten "dunklen Jahrhunderte" für Britannien. Die Kelten wurden von den einfallenden Angeln und Sachsen in die Randgebiete verdrängt, es gründeten sich einzelne Königreiche. Erst ab dem 10. Jahrhundert bildete sich langsam ein geeintes Königreich Britannien, das mit der heutigen Ordnung ansatzweise übereinstimmte.

 

König Edward ergriff 1042 die Macht, und die Stadt London teilte sich machtpolitisch: die Verwaltung hatte ab sofort ihren Sitz in Westminster, die Wirtschaft fand ihren Platz in der City of London. 1066 besiegte William der Eroberer in der legendären Schacht bei Hastings Harold, den Nachfolger Edwards, und wurde König. Der Londoner Adel war erpicht darauf, eine gewisse Selbständigkeit von der Obrigkeit zu erhalten, so dass 1215 die "Magna Charta" verfasst wurde, die dem Adel politische Unabhängigkeit von der Krone garantierte. 1348 wurde London von einer Pestwelle heimgesucht, bei der die Hälfte der Bevölkerung dem Schwarzen Tod erlag.

 

Neuzeit

Ab dem 16. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung in London unter der Herrschaft der Tudors um das Dreifache an, die Wirtschaft florierte, Kunst und Kultur erlebten unter Königin Elisabeth I. ihre Blütezeit und brachte Schriftsteller wie William Shakespeare und Ben Jonson hervor. 1603, nach dem Tod von Elisabeth I., wurden die Kronen von England und Schottland unter James I. vereint. Die Zeit der Stuarts, die seit dem 14. Jahrhundert die Könige Schottlands stellten, begann. Zwei Jahre später fand der wohl berühmteste Attentatsversuch der Geschichte Englands statt: Guy Fawkes plante, mit dem "Gunpowder Plot" bei der Parlamentseröffnung das Gebäude samt König, königlicher Familie und allen Parlamentariern in die Luft zu jagen. Bis heute wird dieser 5. November jedes Jahr mit Feuerwerk und einem Umzug in London gefeiert, bei dem Guy Fawkes-Puppen verbrannt werden.

 

Puritanismus und Renaissance

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstand der Puritanismus in England und fand seine Blütezeit im 17. Jahrhundert unter Oliver Cromwell, der als Führer der Opposition gegen König Karl I. agierte. Der Konflikt weitete sich zum Bürgerkrieg aus, Cromwell siegte mit seinem parlamentarischen Heer, ließ den König hinrichten und übernahm als "Lord Protector" die Regentschaft. Er hatte zwar den Sieg errungen, doch war dieser von Verwüstungen im gesamten Land und Bilderstürmen in vielen Kirchen geprägt. Alle Theater und Luststätten waren geschlossen, die berühmteste Spielstätte, Shakespeares Globe Theatre, war zerstört worden. 1660 wurde die Monarchie wieder hergestellt, doch sollten die darauf folgenden Jahre die Schwersten werden, die die Londoner Bevölkerung je zu überstehen hatten. 1665 litt die Stadt unter einer erneuten Pestwelle, an der über 100.000 Menschen starben. Nur ein Jahr später zerstörte der große Brand (Great Fire) 80 Prozent der Stadt, und mehr als 100.000 Menschen wurden obdachlos. 1714 galt London, nun unter der Macht von König George I., schon als die größte Stadt der Welt - eine Million Menschen lebten zu beiden Seiten der Themse.

 

London im Aufschwung

Im 19. Jahrhundert wurde London im Zuge von Industrialisierung, Imperialismus und Kolonisierung zur Hauptstadt eines weltweiten Imperiums. Unter Königin Viktoria erblühten Stadt und Land wie nie zuvor, England wurde zur reichsten Industrienation der Welt. 1910 kam König Georg V. an die Macht. Wegen seiner deutschen Wurzeln wurde er kritisiert und hatte gegen starken innenpolitischen Druck zu kämpfen. Also Folge änderte er den Namen der Familie von Sachsen-Coburg-Gotha in den Namen Windsor.

 

Die beiden Weltkriege sollten die Bevölkerungszahl erheblich beeinflussen. Im ersten Weltkrieg fiel die Zahl der Opfer eher gering aus, im zweiten Weltkrieg wurde London jedoch vom Blitzkrieg mit 57 aufeinander folgenden Nächten mit Bombenangriffen überrascht. Viele Londoner verließen die Stadt und kehrten auch nach dem Krieg nicht wieder zurück. Der Mangel an Arbeitskräften wurde mit Einwanderern aus den ehemaligen Kolonien, vor allem aus Indien, kompensiert.

 

1979 gewann Margaret Thatcher die Wahl der Konservativen und wurde während ihrer Amtszeit als Premierministerin bis 1990 als "Eiserne Lady" bekannt. Elisabeth II. wurde am 2. Juni 1953 in London gekrönt, und ist bis heute Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, sowie Staatsoberhaupt weiterer Länder des Commonwealth.

 

 

 

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