Fettnäpfchen

 

Auf dieser Seite finden sich einige Hinweise, die helfen sollten, sich in England nicht gnadenlos zu blamieren oder sogar negativ aufzufallen.

 

Woran man nicht denken würde

Auf viele Weisen kann man sich im Ausland präsentieren. Was die Einheimischen jedoch direkt sehen, sind die Kleidung, Mimik und Gestik eines Menschen. Ein Beispiel dafür ist das "victory" oder "peace" Zeichen, welches durch das exklusive heben und spreizen des Zeige- und Mittelfingers, dargestellt wird. Dieses Zeichen ist international unmissverständlich. Während des Aufenthalts in England sollte man jedoch nicht die Hand dabei umdrehen, sodass der Handrücken nach außen zeigt. Denn diese Geste hat im vornehmen England eine eher obszöne Bedeutung und sollte vermieden werden.

 

Höflichkeiten in England

Unabhängig davon ist Höflichkeit in England in jeder Hinsicht das A und O. "Please", "thank you" und "excuse me" werden hier schon fast überstrapaziert. Aber gerade als Fremder sollte man sich dieser Kultur anpassen und stets dem Gegenüber höflich entgegen treten. Allzu forsche oder direkte Ausdrucksweisen, wie sie hierzulande durchaus üblich sind, stoßen den Engländern vor den Kopf und werden sehr negativ aufgenommen. In dieser Hinsicht sind "could", "would" und "may" wichtige Satzanfänge. Natürlich mit einem "please" ergänzt. In England wird auch sehr viel Wert auf die Privatsphäre gelegt. Fragen nach Gehalt oder Beziehungsstatus, gerade von Fremden, sind hier ein absolutes Tabu. Hier wandelt man auch auf sehr dünnem Eis, denn vieles, was in anderen Ländern völlig akzeptabel ist, stößt hier auf Argwohn.

 

Ebenfalls zur Höflichkeit gehört es, in Schlangen nicht zu drängeln. Im doch so genauen Deutschland herrscht in Schlangen gerade an Bussen und Zügen das Gesetz des Stärkeren. In England aber stellt man sich ohne zu klagen an eine Schlange an. Vordrängeln wird hier gar nicht geduldet und wenn sich alle an das Schlangestehen halten, kommt man dennoch halbwegs zügig voran.

 

Deswegen beklagen sich die Engländer auch nicht über Schlangen. Generell beklagen sich Engländer nicht sehr viel. Während die Deutschen immer gerne nörgeln und überall etwas Schlechtes sehen, nehmen die Engländer vieles so hin, wie es kommt. Wenn überhaupt, dann werden ungünstige Umstände mit einem ironischen Kommentar abgetan.

 

Royals und Pubs

Auch über die "Royals", die Queen und ihre Familie, wird sich in England nicht beklagt. Die königliche Familie hat schon fast den Stand von Heiligen und ist allen Engländern lieb und teuer. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass die Royals auch heute noch für die Zeit stehen, als England eine Weltmacht war und die halbe Welt regierte. Über die Politiker des Landes wird hingegen sehr gerne gewitzelt.

 

Wenn man als Erwachsener in England ist, wird man zu einem Pubbesuch wohl kaum Nein sagen. Die urigen Pubs und das englische Bier sind eine tolle Abwechslung zu deutschen Kneipen. Wenn man sich hier in Gesellschaft befindet, sollte man jedoch immer bereit dazu sein seinen Freunden oder Kollegen eine Runde auszugeben. Das gehört hier zum guten Ton.

 

Es gibt viele Unterschiede zwischen der deutschen und englischen Kultur. Diese Hinweise kratzen natürlich nur an der Oberfläche. Als Besucher in England sollte man sich stets auf die örtlichen Umgangsformen einlassen und den Gastgebern mit Offenheit und Toleranz begegnen.

 

 

 

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